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Umweltkatastrophe durch Saatgutbeizmittel - BayerCropScience führt technische Probleme als Ursache für das Bienensterben an
Mitte Mai bestätigte das Julius-Kühn-Institut in Brauschweig, daß in 29 von 30 Proben Bienenschäden durch Clothianidin aufgetreten sind. Inzwischen wurde die Zulassung des Mittels ausgesetzt, was jedoch diebereits fast vollständig durchgeführte Aussaat bereits behandelten Saatgutes nicht rückgängig machen kann. Man kann jedoch davon ausgehen, daß die Bienen hier nur der Anzeiger für eine weitgehend unsichtbare Umweltkatastrophe darstellen da die meisten Tierarten in diesen Gebieten keiner genauen Beobachtung unterliegen – wie viele andere Blütenbesucher und die davon abhängigen Arten an dem Beizmittel zugrunde gingen, kann nur erahnt werden. Das Beizmittel ist übrigens auch für den Menschen nicht ungefährlich – Allergien und Vergiftungserscheinungen sollen beim Kontakt aufgetreten sein. Da die auffällig roten Saaten frei auf den Feldern liegen, stellen sie nicht nur für Kinder, sondern auch für andere Tiere verlockende Ziele dar. Inzwischen fordern auch die ersten politischen Vertreter bessere Kontrollen und Verbot dieser Agrargifte – man darf gespannt sein, wie BayerCropScience die Angelegenheit zumindest unter dem Aspekt der Produkthaftung kompensieren will. Der angerichtete Schaden wird jedoch vermutlich nur sehr schwer zu ermitteln sein. Die Firma macht vornehmlich technische Aspekte bei der Ausbringung der Saat und dabei entstehenden Abrieb für die unkontrollierte Verbreitung verantwortlich und will Alternativen oder bessere Kontrollmöglichkeiten prüfen. An dem Wirkstoff selbst hält sie jedoch weiterhin fest. Von admin am 24/05/2008 - 21:07 | Blog von admin | Anmelden oder registrieren um Kommentare einzutragen
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