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In machen Faltblättern oder Büchern finden sich Vorschläge wie diese:

Umgekehrte, eingegrabene Blumentöpfe laufen
bei Regen voll - die Hummeln können hier ertrinken !
Auch unterirdische Kästen sind unpraktisch: auch sie können volllaufen
und sind schwer zu überwachen und zu reinigen.
Beide Konzepte versuchen, dem Niststandort der Erdhummel (Bombus terrestris)
nahezukommen: Ein unterirdischer Nistplatz wie in einem verlassenen Mäusenest.
Jedoch sind diese in saugfähiger Erde und schließen das Nest nicht
hermetisch ein - mit dieser Art von Nisthilfen gefährdet man das Hummelvolk
eher. Wer möglichst natürliche Nisthilfe betreiben will, der sollte
es wie die Natur machen - durch Totholzhaufen, weitgehend unberührte Komposthaufen
und dem Dulden (und Anlegen) von "wilden Ecken" im Garten.
Davon unberührt bleiben natürlich Ideen wie z.B. beim Bau einer Trockenmauer
gezielt Hohlräume mit einzubauen um dies als Nistort für Insekten,
Kleinsäuger o.ä. zu erschließen. Solche naturgemäße
Nisthilfe ist insgesamt die beste - sie bedarf keiner Pflege und schafft Lebensraum
für viele andere Tiere gleich mit. Allerdings sind solche Nistplätze
natürlich schlecht einsehbar und eignen sich nur begrenzt für umweltpädagogische
Ansätze. So haben sich die folgenden Nisthilfen als ALternative etabliert
- alle benötigen jedoch mehr Aufsicht und Pflege als jeder natürlicher
Nistplatz.
Geeigneter sind dagegen diese Modelle:


Es ist dem Modell Schwegler nachempfunden. Es ist zum Ansiedeln weniger geeignet; bietet sich aber zur Aufnahme nach der Nestumsetzung an.
Rechts daneben ein Blumentopf - dieser wird jedoch überirdisch aufgestellt.
Damit wurden gute Erfahrungen gemacht; jedoch ist er für viele Arten zu
klein. Verschiedene Hummelnisthilfen sind auch in der Galerie
"Nisthilfen" dokumentiert.
Den Bauplan inkl. Bauanleitung für einen
Nistkasten anch Münden finden sie im Download-Bereich.
Als Materialien sollten Sie natürliche Werkstoffe bevorzugen (Holz, Pappe,
etc.). Verwittertes Material ist oft attraktiver für Hummeln als die geruchlich
offenbar aversiven Styropore oder Lacke. Styroporboxen eignen sich gut zum Einsetzen
umzusetzender Nester; sollten aber zur Einsiedlung von Königinnen über
längere Zeit im Freien stehengelassen werden um ev. schädliche Ausgasungen
zu vermeiden. Glas ist generell ungeeignet.
Bitte besuchen Sie dazu auch unsere Galerie
"Einrichtung eines Hummelnistkastens".
Den meisten Hummeln ist das Äußere ganz egal - was jedoch stimmen muß, ist die Einrichtung. Zur Nestgründung braucht die Königin einen kleinen Nestraum, den sie leicht überwachen und vor allem warm halten kann. Daher ist ein Deckkasten (ca. 15 x 15 cm,x 15 cm) für einen Ansiedlungserfolg unabdingbar.
Zur Polsterung ist Polsterwolle; auch in Kombination mit trockenem Moos, gut geeignet. Auch Kapok, ein Pflanzenfaser, ist möglich - absolut ungeeignet sind Viskose- oder Baumwollwatte, Glaswolle oder Filterwatte (Aquaristikbedarf) - die Tiere können sich darin verstricken und die Materialien fallen bei Feuchte zusammen, verklumpen und isolieren dann nicht mehr. Das Füllmaterial darf nicht mit Insektiziden o. ä. behandelt sein.
Für den Einsiedlungserfolg ist auch die Länge des Laufganges bedeutsam. Oberirdisch nistende Arten wie Acker-, Baum- und Gartenhummel ziehen kurze Laufgänge (5 - 10 cm) vor; Stein- und Erdhummel mögen eher lange Laufgänge (15 - 20 cm). Mehr dazu unter "Ansiedeln von Hummeln".
Auch der Innendurchmesser sollte stimmen; er sollte um 2 cm liegen. Manche Hummelfreunde berichteten über Mäusebesuch in ihren Kästen und ziehen daher kleinere Durchmesser (1,5 cm) vor.
Wer Hummelarten pflegt, die gute Rückkehrer sind (siehe dazu weiter unten und in den einzelnen Artenbeschreibungen), kann durch mehrere, gleichgestaltete Kästen allen rückkehrenden Königinnen ein Heim bieten.
Im Norden Deutschlands kann man Mitte März mit den ersten Königinnen rechnen; zuerst tauchen Acker- und Erdhummeln auf, denen Stein- und Baumhummeln folgen. Im Süden Deutschlands erscheinen die Königinnen meist früher - auch die Artenabfolge kann variieren. Zur Equilibrierung empfiehlt es sich, den Kasten bereits vor diesem Termin einzurichten und aufzustellen.
Wie geht es weiter ?Lesen Sie hierzu mehr in den Bereichen "Ansiedlung von Hummeln" und "Pflege von Hummeln".
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