"Neue Wege zur wirkungsvollen Wespenbekämpfung" - jetzt sollten Naturschützer Flagge zeigen!

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In der aktuellen Ausgabe der Zeitung "Eisenbahn Landwirt" (Heft 5/2010) findet sich ein Artikel von C.E. Fischer unter dem Titel "Neue Wege zur wirkungsvollen Wespenbekämpfung". Der Autor beschreibt dort detaillert wie man den nunmehr nistplatzsuchenden, bzw. besiedelnden Wespenköniginnen nachstellen soll um sie an der Gründung zu hindern. Zitat: "Fangen Sie einfach die Wespenköniginnen in den Monaten April, Mai und noch Anfang Juni.
Mit jeder gefangenen Wespenkönigin in Ihrem Garten oder Haus gibt es nicht nur ein Wespennest in Ihrer unmittelbaren Umgehung weniger. sondern auch in den Sommermonaten 1.000 bis 10.000 Wespen weniger."
Für dieses Ziel ist dem Autor jedes Mittel recht: Neben dem Fangen mit Glas und Papier kann "auch ein Schlag mit einer zusammengefalteten Zeitung [...] helfen, das Tier zu beseitigen".

Detailliert wird das Anpirschen beschrieben: so sollte man "sich dem Tier nicht mit der Sonne im Rücken nähern, denn dies kann leicht einen Fluchtreflex auslösen". Und wenn doch dann kann man "mit Geschick [...] die Wespe mit einem Schuh am Fuß oder in der Hand erledigen". Weiterhin soll man versuchen, die Tiere mit Bechern an Blüten abzufangen - damit das im Ernstfall besser klappt soll man das am besten "mit anderen Insekten Bienen, Hummeln oder mit Fliegen üben" rät der Autor weiter.
Auch Holzpalisaden sollten im Auge behalten werden um die Wespenköniginnen daran mit einem Lederhandschuh zu erschlagen - die richtige Annäherungstechnik verrät der Autor gleich mit. Hat man die dennoch lebend gefangen so gestattet der Autor gnädigerweise daß man "die Wespenkönigin mindestens drei Kilometer vom Fangort freilassen" darf aber "im Übrigen kann man die Wespenkönigin natürlich auch töten". Schließliche hätten sie sich infolge des Nahrungsanagebotes durch den Menschen "stark vermehrt" und sie hätten im "Kreislauf der Natur" keinen "großen Nutzen"; machten aber "erhebliche Schäden" im Weinbau und Obstgärten.

Leider verweist der Autor mit keinem einzigen Wort darauf, daß es nur zwei von acht sozialen Wespenarten (ohne deren Kuckuckswespen) derart große und "lästig werdende" Völker bilden. Weiterhin gibt er dem Leser auch nicht Erkennungshilfen an die Hand um diese Königinnen zu unterscheiden - wer also seinem Rat folgt, würde vermutlich zahlreiche Wespenköniginnen anderer Arten (die zudem den "lästigen Arten" auch "lästige Konkurrenz" sind und damit eher unsere "Verbündeten") mit eliminieren. Da zudem viele dieser anderen Arten inzwischen auf den "Roten Listen der bedrohten Tier- und Pflanzenarten" zu finden sind, wird hier ein bestehendes Problem zusätzlich verschärft.

Da die Unterscheidung der Königinnen auch nicht gerade einfach ist und das "Anschleichen" an die Jagdbeute eine besondere Bedeutung im Artikel erhält, wird schnell klar, daß es kaum einem Leser möglich sein dürfte, seine Jagdbeute erst zu identifizieren bevor er sie erlegt - die "Neuen Wege" enden also schnell in einer Sackgasse.

Zudem scheint der Autor noch nicht vom Bundesnaturschutzgesetz gehört zu haben nach dem es der Nachstellung wildlebender Tiere grundsätzlich eines "vernünftigen Grundes" bedarf. Ob die bloße Möglichkeit der Wespenbelästigung im Sommer den Massenmord an Wespenköniginnen rechtfertigt kann aus fachlicher Sicht nur verneint werden. Die "Übungsempfehlung" mit dem Fangen von Hummeln und Bienen anzufangen, treibt den leichtgläubigen Leser schnell in die Fängen der Behörden denn diese Artengruppe ist besonders streng geschützt. Da bräuchte es für das "Übungsfangen" eine Ausnahmegenehmigung und ob es die für diesen Zweck gibt, darf bezweifelt werden!

Anstatt also den Lesern unsinniges und zudem naturschutzrechtlich angreifbares Handeln anzuraten wäre es besser gewesen, die Leserschaft für Nestgründungen zu sensibilisieren. Das Unterbrechen von Nestgründungen im eigenen Garten wenn die Stelle absehbar ungünstig ist (z.B. Nestgründungen unter Gewegplatten, hinter Wärmedämmungen, im Kompost, usw...) durch Verschließen der Niststätte während die Königin unterwegs ist, ist schonender und ein naturschutzrechtlich gangbarer Weg.

Herzlichen Dank an Herrn B. der uns diesen Artikel als PDF zur Verfügung stellte - auf eine Veröffentlichung auf dieser Website wird aber aufgrund des Urheberrechtes Abstand genommen (zudem muß ja wohl nicht jedes Pamphlet gleich Verbreitung finden). Die Zitate sind jedoch 1:1 übernommen.

Für eigene Leserbriefe wenden Sie sich bitte ein die Zeitschrift "Magazin Landwirt - Fachblatt der Kleingärtner im Hauptverband der Bahn-Landwirtschaft e.V."
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 2, 53175 Bonn.
Redaktion: Herr Andree Runne
Email: andree.runne@bev.bund.de

Sollten Sie weitere "Artikel" dieser Art finden so freuen wir uns von www.hymenoptera.de auf Ihren Hinweis!

Kommentare

Vespidaeschutz's picture

Hallo Kollegen,

wir danken dem Webmaster für diesen Beitrag. Der hat mich veranlasst den zuständigen Redakteuren einen Leserbrief per E-mail zu schreiben.
Diesen zur Kenntnis für euch. Die Antwort insofern es eine gibt- stelle ich dann ebenfalls mit ein.
Leserbrief:
Sehr geehrter Herr Runne,

durch ein Berater-Netzwerk von ausgesprochenen Fachleuten wurde ich auf diesen Artikel "Neue Wege zur wirkungsvollen Wespenbekämpfung" aus dem (Heft 5/2010) für "Eisenbahn Landwirt" aufmerksam gemacht und möchte kurz dazu Stellung beziehen.
Eindrucksvoll und heroisch wird beschrieben wie man mit nur einem einzigen Schlag schnell und zuverlässig eine ganze Wespengeneration abtöten kann. Klingt zunächst prima für uns Menschen.
Leider haben diese Ausführungen evtl. die Auswirkung, dass nun viele Ihrer Leser im Frühjahr, also jetzt- auf alles einprügeln was schwarz-gelbes fliegt.
Offenbar wurde der Artikel von Herrn C.E Fischer redaktionell nicht sonderlich geprüft. Schade, denn sonst hätte man im Ansatz schon feststellen können, dass wenn überhaupt von unseren insgesamt 12 heimischen Wespenarten (mit Feldwespen) nur 2 davon dem Menschen als „Plagegeister“ lästig werden können.
In einem Fachblatt für Kleingärtner hätte eher ein Artikel stehen sollen wie nützlich all diese Wespen für uns und für das Ökosystem sind. Dass nämlich ein großen Wespennest oder Hornissennest bis zu einem halben Kilo fliegen aus der Umgebung pro Tag weg fängt – ist wohl kein Faktor der uns zum Umdenken bewegen sollte – oder?
Viele der Wespen die nun mit Hilfe von Herrn C.E. Fischer gedankenlos abgetötet werden sind ganz und gar nicht dem Menschen in irgend einer Form lästig. Stechen können Sie ja und Allergiker müssen ebenfalls aufpassen. Aber wer eine Pollenallergie hat, kann auch nicht alle Gehölze abholzen lassen. Man muss mit diesen Umständen und eben mit der Situation Leben.
Wenn zum Beispiel eine Wespenkönigin im Frühjahr erschlagen wird die schon bereits am Rande ihres Existenzminimums angekommen ist, dann denke hat der Artikel gänzlich und unseriös dazu beigetragen- dass wieder eine Art unter uns sein Daseins längstens gepflegt hatte. Zum Glück gibt’s dann noch etliche Fachliteratur- welche wir unseren Kindern und deren Kindern zeigen können.
Nein- wir und damit meine ich im speziellen auch die Medien müssen viel professioneller und sachlicher an die Artikel rangehen. Man sollte schon von mehreren Seiten Überprüfen ob Aussagen und Tipps der Realität entsprechen. Sonst ist es bald auch um unsere schönen Gärten bestellt.

Letztlich möchte ich Sie nur Bitten mit Ihrer Macht entsprechend sorgsam umzugehen. Allzu schnell nehmen Menschen dieses als fachlich versiert auf und handeln aus Überzeugung mehr als aus Wissen und Nachdenken.
Bei Problemen mit Wespen, Hornissen und Bienen, steht Ihnen und allen Betroffenen ein Deutschlandweites Netzwerk von Beratern und Insektenfreunden zur Verfügung.
www.Hymenoptera.de
Mit freundlichen Grüßen

Jan-Erik AHLBORN
www.Hornissenberater.de
Gartenweg 1, 87754 Kammlach

Wespenbekämpfung

Hallo Melanie,
Nachdem sich meine Wut und Entsetzen über diesen Herrn C.E. Fischer und dieser Gartenzeitung etwas gelegt hat, will ich mich dazu äußern.
Auch in meinem Landkreis habe ich es, als Leiter unseres Wespen-Berater-Netzwerks, gelegentlich mit solchen Cholerikern zu tun.
Wir haben Pressefreiheit, ein hohes Gut, da darf ein jeder schreiben was er will, so lange nicht gegen Gesetze verstoßen wird.
Hier hat dieser Herr C.E. Fischer zu einer strafbaren Handlung aufgerufen.
Dem Leserbrief von Jan-Erik Ahlborn an diese Zeitung, wird, so befürchte ich, den Redakteur kaum beeindrucken.
Ich erinnere an Dr. Billig aus Utting am Ammersee der einen Artikel im Spiegel: "Angriff der Scharz-Gelben" in der Ausgabe Nr. 34 vom 16.08.2004, Seite 134, Satz für Satz fachlich widerlegt hat.
Die Antwort der Spiegel-Redaktion vom 05. Oktober 2004:
"Der von Ihnen beanstandete Artikel basiert auf sorgfältigen Recherchen und daher möchte die Redaktion bei ihrer Darstellung bleiben".

Ich bin der Meinung, hier müsste gegen Herrn Fischer mit einer Strafanzeige vorgegangen werden. Ein Privatmann wie ich, kann nicht gegen die Rechtsabteilung einer Zeitung "anstinken". Hier müssten Natur und Artenschutzverbände aktiv werden, die über Rechtsabteilungen verfügen.
Was nützen uns die entsprechenden Gesetze, wenn sie nicht angewandt werden. Vor allem sollten die zuständigen Naturschutzbehörden an die Durchsetzung dieser Gesetze ermahnt werden.
Meine zuständige Behörde, kann ich sagen, die verdient ihren Namen.
Die meisten Wespenberater sind Einzelkämpfer. Sinnvoller wäre es, wenn sie sich landkreisweise zusammen tun würden und Beraternetze
bilden. Ich kann für meinen Landkreis auf 7 erfolgreiche Jahre zurück blicken.
crabro

Eisenbahn

Auch ich habe soeben eine mail an Herrn Runne geschickt und Ihn zur
Gegendarstellung aufgefordert! Schliesslich ist doch die Redaktion letzlich verantwortlich wenn zu Gesetzesverstössen aufgefordert wird.
Würde evtl. auch eine Anzeige in Betracht ziehen wenn ich an den Artikel
kommen würde! Kann mir den jemand zusenden? Denn das Heft will ich
nichtmal als kostenloses Probeexemplar!!!

Vespidaeschutz's picture

Grauzone Gesetze,

ich persönlich glaube nicht, dass eine Anzeige/ Strafanzeige gegen diesen Herrn Fischer erfolgreich sein wird.
Das Gesetz mit den wildlebenden Tieren ist eine Typische Grauzone. Das subjektive Empfinden eines jeden einzelnen darüber ob eine Wespe nun gefährlich oder lästig ist, oder bedeutende Schäden verursacht oder nicht wird fast für jede Argumentationslinie nützlich sein. Ausser bei den besonders geschützten Tierarten wird wohl nichts verfolgt- und oft nicht mal da.
Letztes Jahr habe ich eine Spraydose gegen Wespen auf der eindeutig eine Hornisse abgebildet war angeprangert und in Fachkreisen eingebracht. Hat niemanden interessiert. Und das Unternehmen das das vertreibt ist ein führendes im Bereich Insektizide fürs Volk.
Ein regionaler Schädlingsbekämpfer Verband hat wie vielleicht schon mal hier im Forum bechrieben wurde gegen die Behörde gewonnen die alle Wespennester grundsätzlich schützen wollte. Wer diesen bericht und die Stellungnahmen dazu möchte dem schicke ich gerne etwas zu.

Einzigst das Volk hat die ganze Macht. Je mehr wir alle durch Aktionen und Aufklärungsarbeit leisten, desto weniger wird man einem C.E. Fischer glauben schenken und darüber auch noch in Heften abdrucken. Je mehr Kinder und Jugendlich sowie Erwachsene wir davon überzeugen können bevor man eine Giftspritze bestellt dochmal einen berater zu kontaktieren, desto schneller zieht eine Umstrukturierung auch durch die Branche SBK. Denn wenn man Geld auch mit beratung verdienen kann und im Prinzip das Ergebnis dabei rauskommt, also ein schöner Sommer aber im einvernehmen der Natur, desto besser für uns alle.
Crabro macht dies in seinem Landkreis vor auch mit einem Schädlingsbekämpfer. Ein ergänzendes Dreamteam wie ich finde. Und wenn alle damit Recht behalten, dass durch alle unsere Aktionen "keine Überpopulation" die Menschheit belästigt - werden wir dauerhaften Erfolg haben. Beratung vor Chemieeinsatz- das wäre auch die Grundpflicht eines jeden Schädlingsbekämpfers.

Aufklärung mit und über Naturschutzverbände:
Hier ein Link der Presse am Ende dann das Gute: :-))

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Mindelheim/Lokalnachrichten/Artikel,-Volker-Ziener-bleibt-LBV-Ortsvorsitzender-_arid,2133590_regid,11_puid,2_pageid,4501.html

also viel Erfolg ich drücke die Daumen!

gruß vom Hornissenberater.de

erik

Flagge zeigen

Bei Hymenoptera soll es in der Beraterdatenbank an die 400 Berater geben.
Haben die keine Flagge?
Haben hier im Forum nur wir drei: Jan-Erik, mopso und meine Wenigkeit, eine Flagge?
An der Umfrage kann man das Interesse der Menschen an den Wespen ablesen und das blinde Vertrauen an die Schädlingsbekämpfer. Wenn man in deren Homepage liest, da hat man den Eindruck, sie können gerade noch eine Wespe von einer Biene unterscheiden.
Wo bleiben den Naturschutzverbände, haben die auch keine Flagge?
Oder warten sie bis die Allgemein geschützten Wespen so weit dezimiert sind bis sie auch unter Artenschutz gestellt werden müssen?
Wann wird denn, den Zuständigen Stellen klar, dass Wespen keine Schädlinge sind, sondern die natürlichsten Schadinsekten Regulatoren. Nur zwei von den 12 sozialen Wespenarten verhalten sich als "lästig". Selbst diese kann man sich mit ätherischen Düften vom Leibe halten.
crabro

Vespidaeschutz's picture

Flagge zeigen!

Crabro bringt es auf den Punkt. Wenn wir uns stets verkrümeln dann wird das nix mehr.
Hier ist meine Flagge!

beste grüße vom Hornissenberater.de
erikFlagge vom HornissenberaterFlagge vom Hornissenberater

Flagge zeigen

Hallo Erik,
mal abgesehen davon, dass das mehr wie ein Aufkleber aussieht: Wo ist das Teil zu bekommen und zu welchem Preis?
Viele Grüsse aus dem Zabergäu

Vespidaeschutz's picture

Hallo Mobso,

stimmt, dass ist ein Aufkleber. Er ist für die Kinder als Teilnahmezertifikat bestimmt welche an einer Umweltstation im Unterallgäu meinen Ausführungen lauschen. Ich habe die Wespe von einem örtliche bekannten Comiczeichner nach meinen Wünschen aber seinen Fähigkeiten fertigen lassen. Wollte eben etwas eigenes. Die Wespe gibt es mit Skateboard und mit Herz.
Wenn du willst schicke ich dir entweder zwei Aufkleber zu oder eine Datei mit beiden entwürfen. Brauch halt deine Kontaktdaten.
Kostet nichts-habe ich ja schon bezahlt! Die Kinder freuen sich darüber und ist besser als ein Stück Papier. Nachdem ich nun enttarnt wurde hier meine neue Flagge.Flagge HornissenberaterFlagge Hornissenberater

besten Gruß
erik

Vespidaeschutz's picture

Meine Flagge!

Eins noch der Hornissendrohn ist eine Fotografie von Herrn Peter Tauchert. Einem sehr bekannten Fachberater und Feuerwehrmann aus dem Landkreis Offenbach.
Diesen durfte ich mit seiner Erlaubnis verwenden! Herr Tauchert ist auch derjenige Berater der den ja noch Umschulenden Schädlingsbekämpfer Erik im Jahre 2007 schon auf die richtige Seite holte.
Danke Peter du bist mein Held der ersten Stunde!!

Gruß Erik
www.Hornissenberater.de

Flagge zeigen

Ich schaffe es einfach nicht hier meine Flagge, einen Flyer, hinzufügen.
Muß warten bis mein Enkel mal vorbei kommt.
Bei Landlive geht das ganz einfach, da bin ich auch mit gleichen Benutzernamen dabei.
crabro

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Erste Resonanz!

Danke schön für Euer "Flagge-zeigen" - hat schon zu einer Resonanz geführt: Herr Runne hat meinen Vorschlag angenommen, ihn mit einem besseren Artikel zu dem Thema zu versorgen. Außerdem weist er darauf hin, daß der Artikel nicht "unbedingt die Meinung der Redaktion widerspiegele" (was natürlich aber die Frage impliziert warum so ein Artikel mit derart vielen eklatanten Mängeln überhaupt die redaktionelle Kontrolle unbeschadet durchläuft). Werde mich also ransetzen, da einiges "Gerade-zu-rücken".

Übrigens habe ich natürlich auch als engagierte NABU-Mitstreiterin dort "Flagge gezeigt"...also ein Naturschutzverband hat sich schon mal geäußert ;-))

Danke & Grüße
Melanie
- Webmaster von www.hymenoptera.de -

Flagge zeigen

Ein neuer Versuch.
Und es geht wieder nicht.
Mein Flyer hat 681 KB, trotzdem kommt die Meldung, dass die Speicherplatzbegrenzung von 1 MB überschritten sei.
crabro

Vespidaeschutz's picture

Flagge von Crabro

welche Datei hast du denn da. Ist es eine JPG Datei das müsste dann eigentlich gehen.
Einfach bei Bilder hinzufügen- Text dazu eingegeb , dann uploaden und wind für die Flagge. Bin schon gespannt.
Crabro ich bin echt fasziniert von deinem Fachwissen über so vieles aus dem Reich der Bienen und Hornissen und Wespen. Hut ab! Da hab ich noch viel Selbststudium vor mir!

gruß vom Hornissenberater.de

erik

Flagge zeigen

Hallo Erik,
mein Wissen über Insekten habe ich mir in langen Jahren angeeignet.
Ich bin nicht mehr ganz frisch, Baujahr 1939.
Bin aber immer noch am lernen.
bloß mit den PC bin ich manchmal zweiter Sieger.
Mein Flyer ist in der PNG Datei, trotzdem funzt es nicht.
Bei Landlive habe ich ohne Probleme Bilder und Videos hoch geladen.
Wenn es Dich wirklich interessiert, werde ich Dir je einen Flyer über Wespen / Hornissen und einen über Wildbienen per Post zusenden.
Bin erstaunt und enttäuscht wie wenig Menschen sich zu diesem Zeitungsartikel der Eisenbahngärtner geäußert haben. Wenigstens hat Melanie für ihren Verband "Flagge" gezeigt.

Gruß crabro

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Hallo Crabro,

das beweist nun eben mal die Theorie auch mit der Lebenserfahrung und man lernt eben Nie aus. Ich bin relativ fit, was es angeht über wspen und hornissen zu erzählen und mit menschen zu kommunizieren, habe noch großes defizit in allen Bereichen der tiefern Verhaltensweisen, Lebensweisen, Biologie. Bei den wildbienen weiß ich noch fast nichts. Ich habe etliche Lektüre, bin aber ein schlechter leser. versuche anhand von praktischen ereignissen und erfahrung zusammenhänge zu verstehen.
mit dem PC kenn ich mich manchmal auch nicht mehr aus.
gerne hätte ich ein paar exemplare deiner Flyer. Wenns für dich nicht allzu teuer kommt. Das wäre bestimmt wieder sehr lehrreich und flyer sind auch keinen dicken bücher.
also bis dann- adressedaten kannst du gerne von meiner homepage holen.

gruß und vorab besten dank erik

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Schick mir den flyer, crabro!

Ich stelle den gerne hier ein - vielleicht sollten wir die ganzen Flyer und Aufkleber mal im Download-Bereich sammeln als Ideensammlung für andere? Schickt mir die Dateien gerne als Urform [webmaster...]

Danke schön!!!

Melanie
- Webmaster von www.hymenoptera.de -

Wespenbekämpfung im Kleingarten

Liebe Wespenfreunde,

als Kleingärtner, Imker und Wespen-und Hornissenberater habe ich letzten Sommer im Umfeld meines Vereins etwa ein Dutzend Wespennester begutachtet (außer Gewöhnlicher und Deutscher Wespe handelte es sich um Sächsische, Wald- und Mittlere Wespe). In allen Fällen waren die "Besitzer" nach Aufklärung über die Lebensweise und Verhaltenshinweisen einverstanden, die Nester an Ort und Stelle zu belassen (ich nehme selber keine Umsiedlungen vor, von Vernichtungen ganz zu schweigen). Es gab auch danach keine Probleme, im Gegenteil: verschiedene Gartenfreunde berichteten nachträglich begeistert von den interessanten Beobachtungen, die sie am Nest gemacht hatten.
Der Artikel aus dem Eisenbahn-Gartenheft ist, Gott sei dank, auch nicht typisch für die Kleingartenszene insgesamt: in der Mai-Ausgabe des "Gartenfreunds", der Verbandszeitschrift für das Kleingartenwesen, findet sich ein lesenswerter Beitrag über Wespen im Garten ("Wespen als Gesundheitspolizei") , ergänzt um ein Interview mit Dr. Werner Mühlen von der Landwirtschaftskammer NRW, in dem dieser die Unschädlichkeit und Nützlichkeit der "Schwarz-Gelben" ausführlich erläutert. Das Titelblatt ist hier einzusehen:

http://www.kleingarten-hh.de/index.php?id=10

Mit der Hoffnung auf Besserung,
Hummelimker

Wespenbekämpfung

Hallo Hummelimker,
Du gehörst bestimmt zu dem 1/3 Imker welche den Kreis auch rund sehen.
Es ist nicht alltäglich, dass Imker Wespen unterscheiden können.
Vor allem ältere unserer Zunft behauten, "wenn ich keine Wespenfalle aufgestellt hätte, hätten die Wespen meine Bienen umgebracht".
Es ist ihnen auch nicht zu verdenken, denn in den Lehrbüchern von ENOCH ZANDER stand noch zu lesen: Wespen und Hornissen gefährden unsere Bienen und müssen vernichtet werden.
Ich habe genau so angefangen wie Du.
Erst habe ich im näheren Umkreis beraten und richtiges Verhalten gezeigt.
Dann wurde ich im ganzen Landkreis gerufen und das zu meinen eigenen Kosten und Risiko.
Daraufhin habe ich die eigentlich dafür zuständige Untere Naturschutzbehörde so lange bearbeitet, bis sie mit mir das Wespen-Berater-Netzwerk gegründet hat.
Wir sind jetzt 50 geschulte Personen und arbeiten ehrenamtlich bereits das 8. Jahr.
Suche Dir Helfer und gründe auch ein Beraternetz.
Für Ratschläge und Tipps stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Gruß
crabro

Imker und Wespen

Hallo crabro,

herzlichen Dank für das Angebot, werde ich bestimmt drauf zurückkommen. - Was die Imker angeht, herrschen in "meinem" Imkerverein z. T. haarsträubende Vorstellungen... daher habe ich mir vorgenommen, demnächst (August? = Wespenzeit!) mal einen kleinen aufklärerischen Vortrag zu halten... mal sehen, was ich da zu hören kriege!?
Jaja, die Feinde der Bienen... der größte Feind ist leider der Imker, der hat durch Fehleinschätzung und Falschbehandlung die meisten Völker auf dem Kerbholz... oder wie Pia Aumeier sagt: "Dann stand der Fehler mal wieder hinter'm Kasten!" Es ist einfach sehr bequem, immer jemanden zu haben, den man für eigene Fehler und Verluste verantwortlich machen kann (wahlweise die Wespen/Milben/Bauern/ungünstige Witterung/...was noch alles?).
;-)
P.S.. Nichts für ungut, liebe Imker, aber wie heißt es schon in der Bibel: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“

Imker und Wespen / hier Link auf Broschüre

Hallo zusammen,
die Stadt Pforzheim hat eine schöne Broschüre über die Wespen erstellt, die unter dem Link
http://www.pforzheim.de/umwelt-natur/naturschutz/
artenschutz/hornissen-und-andere-wespenarten.html
auch zur runterladen anzusehen ist.
Die Broschüre geht sehr gut auf die einzelnen Wespenarten in Bild und Text ein und ist auch mit einer Bestimmungshilfe anhand von Schaubildern der Kopfzeichnung sehr präsent. Der/Die Verfasser haben sich sehr viel Mühe bei der Erstellung die Informationsschrift gegeben. So ein Beitrag zur Umwelterziehung kann man nur beglückwünschen.
Gruß aus Berlin
dobbybee

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Broschüre Pforzheim

da gebe ich dobbybee recht. diese Bröschüre ist selbst nach einem kurzen Überfliegen wohl eine der ausführlichsten die ich ich kenne. Ich selbst habe gerade begonnen eine DIN A4 Broschüre zu schreiben. Viele Bilder und kurze Texte sollen Sie schmücken- das meiste stammt davon dann aus dem Buch von Ripberger und eigene Fotos und Erfahrungen. Ich denke ich brauche dafür noch ein paar Monate/ Jahre.
Im Prinzip sind viele Broschüren gleich und ja eigentlich auch für alle gleich verwendbar. Trotzdem hegt man doch den Drang etwas eigenens für den Bereich hervorzubringen. Zumal bei uns weniger die Behörde als einzige Personen hinter der Aufklärungsarbeit (wenn auch als Unternehmen) stehen. Ich glaube es ist nicht verwerflich auch Gebühren zu verlangen für eine erfolgreiche Beratung oder Umsiedelung- andere zocken richtig ab für die Abtötung zum Beispiel von kleinen süßen Feldwespenarten. Auch wenn das Gesetz Sie theoretisch schützt- ist hier kein Schutz möglich.

gruß hornissenberater.de
erik